Musikalisch bin ich ja so in den 80ern aufgewachsen. Ich lieeebe Maxi-Versionen.
Wenn ich heute aktuelle Pop-Musik höre, wo die Songs wirklich nur noch im Ausnahmefall 3:00 Minuten lang sind (2:30 ist keine Seltenheit), dann denke ich mir oft, dass ich das auch nicht länger hören möchte. Die Lieder sind in sich so langweilig und wenig abwechslungsreich. Meistens ist die Quintessenz eines Songs nur eine Besonderheit im Gesang oder in der Instrumentierung. Dann wird halt das immer wieder wiederholt und das Lied schnell beendet, bevor das Ganze zu sehr nervt.
Ich habe jetzt gerade wieder eine Reihe 80er-Maxis angehört. Teilwiese 7:00 Minuten Stücke und länger. Von Songs die ich schon hunderte Male gehört habe. Aber diese 7 Minuten werden nicht langweilig. Die verschiedenen Elemente des Liedes werden immer wieder neu zusammengestellt und mit neuen Elementen ergänzt.
Wie eine Maxi-Version (englisch 12″ oder 12 inch) funktioniert wird auf spaßige Art in einer 10-Minuten-Version von „Rage Hard“ von Frankie Goes to Hollywood erklärt. Wobei hier eigentlich nur das Intro auf 7:20 Minuten ausgedehnt wird. Der Rest ist die normale Version des Liedes.
Hinweis: beim Anklicken des Videos oder des Links wird eine Verbindung zu Youtube aufgebautt
Frankie Goes to Hollywood – Rage Hard (Young Person’s Guide Into The 12 Inch Mix)(direkter Link zu Youtube)
Und wenn man sich selbst eine Maxi-Single oder Maxi-CD gekauft hatte, dann gab es nicht nur eine Version, sondern gleich mehrere. Ich glaube mein Rekord liegt bei 8 Versionen. Da waren nicht alle gut. Aber die Vielfalt war schon beeindruckend. Von „Häh? Das ist doch die normale Single-Version“ bis „Häh? Was hat das mit dem Lied zu tun“. Standard war Maxi-Version, Single-Version und Instrumental. Manchmal gab es sogar noch Remix-Maxis, auf denen noch weitere Mixe waren. Dafür dann ohne die Normal-Mixe.
Ich weiß nicht ob es heute noch so viele Mixe gibt. Mit Mix bringe heutzutage einfach nur eine neue Version eines Klassikers von Felix Jaehn, Robin Schulz oder so in Verbindung. Einfach etwas mehr „Bumm Tsching“ und schon hat man einen Hit, wie damals bei Jive Bunny.

