Die KI wird uns alle umbringen

Der KI-Hype wird immer schlimmer. Seit ein paar Jahren drehen alle Investoren durch. Seit ChatGPT veröffentlicht wurde, ist anscheinend unendlich viel Geld dar. Hunderte Milliarden werden in KI-Firmen, Chip-Hersteller oder Rechenzentrumsbetreiber gepumpt. Alle wollen sie dabei sei, alle wollen sie am Ende das Geschäft ihres Lebens machen. Es scheint keine Grenzen zu geben, alles scheint machbar. Riesige Komplexe von Rechenzentren werden aus dem Boden gestampft. Strom kommt entweder aus reaktivierten Kernkraftwerken oder man baut gleich Reihen von Gasgeneratoren neben die Rechenzentren. Das Kühlwasser? Wird irgendwo hergeholt. Egal ob es dann woanders fehlt.

Aber egal, dann erzählt man einfach, dass man mittels KI ja die Energiewende schaffen und den Klimawandel stoppen könnte. Ne, die Energiewende scheitert nicht am Wissen, sondern am Wollen. Die Techniken sind bekannt und vorhanden. Für eine Lösung muss man nicht noch mehr fossile Energieträger verbrennen.

Der ganze Ausbau von KI-Rechenzentren passiert in einem unglaublichen Tempo. Dabei haben die eigentlichen KI-Anbieter noch nicht einen Cent Gewinn gemacht. Egal, es wird ja auf die Zukunft gewettet. Schließlich soll das die DIE Technologie sein, die demnächst alles erledigt. Dann brauchen die Firmen keine Mitarbeiter mehr. Alles wird durch künstliche Intelligenz erledigt. So jedenfalls die Vorstellung.

Nur: wenn es keine Angestellten gibt, wer soll denn am Ende all die schönen Sachen kaufen, die dank KI ohne menschliche Hilfe produziert werden? Bei den AI-Bros scheint es keine Menschen zu geben, die auch nur einen Hauch von Volkswirtschaft verstehen.

Ich halte die ganze Euphorie um die KI für maßlos übertrieben. Ja, die Sprachmodelle können viel. Nur kranken sie an manch grundlegenden Problemen. Die Modelle präsentieren einfach souverän ihre Antwort, auch wenn die Fakten völlig falsch sind. Die neuen Modelle liefern sogar noch die falschen Quellen dazu. Aber solche Blendermentalität ist ja in vielen Führungskreisen gern gesehen.

Und plötzlich scheint Diebstahl von geistigem Eigentum völlig legitim, nachdem früher jeder Schüler der ein paar Songs über Napster getauscht hat, eine kostenpflichtige Massenabmahnung bekommen hat.

Nun grasen Scraper das komplette Internet ab und sacken alles ein, was sie zu fassen bekommen; als Trainingsdaten für die KI-Modelle. Und die gehen richtig dumm vor. So werden etwa seit einiger Zeit die Server von OpenStreetMap (OSM) massiv von diesen Scrapern belastet. Die KI-Modelle brauchen ja Input, also einfach alles saugen. Dabei gibt es OSM den kompletten Datenbestand in einem kompakten (aktuell 87 GB) Dump zu runterladen. Völlig kostenfrei. Sind ja freie Daten. Aber so etwas kommt in den Hirnen der AI-Bros wohl nicht vor. Und man müsste sich auch Gedanken machen. Also lieber alle Server im Internet belasten. Deswegen sieht man ja immer mehr Captchas, etwa von Cloudflare, bevor man überhaupt von dem Webserver was sieht.

Wer mit offenen Augen durch das Internet wandert, wird merken, dass ein großer Teil von Websites mittlerweile nur noch KI-generierten Schrott ausliefern. Auch Medienhäuser bedienen sich KI-Tools. Und dieser KI-generierte Schrott wird wieder als Input für neue und größere KI-Modelle als Training genutzt. Wenn das nicht raus gefiltert wird, werden die Modelle dann immer schlechter.

Zwischendurch gab es Unternehmen, die ihre Mitarbeiter angehalten haben, man solle möglichst viel KI einsetzen; das sogenannte Tokenmaxxing. Für was und was am Ende herauskommt, ist zweitrangig. Man setzt einfach darauf, dass KI schon was Gutes liefern wird und man will ja besser sein als Konkurrenten, als ganz viel KI auf das eigene Produkt werfen.

Viele Unternehmen haben dann aber doch festgestellt, dass dieses Prinzip vielleicht doch nicht so gut ist und einfach nur eine Menge Geld kostet.

Ich denke, es ist auch nicht sinnvoll, überall KI-Tools einzusetzen. Das wird bei uns Menschen am Ende zu einem Verlust von Fähigkeiten führen. Wer denkt denn schon nach, wenn eine Antwort in beliebiger Tiefe nur einen Prompt entfernt ist? Ob die Antwort stimmt oder nicht, können wir dann nicht mehr beurteilen. Die Menschheit wird verdummen.

Wir werden auch nicht mehr wissen, was wahr oder falsch ist. Massenhaft erzeugte Videos oder Bilder werden das Internet überschwemmen. Ob nun als „Spaßvideos“ oder gezielte Desinformation.

Und mit der IT-Sicherheit wird auch nicht mehr so gut aussehen. Aktuell werden massenhaft mehr oder weniger kritische Sicherheitslücken in praktisch jeder Software durch KI-Modelle gefunden. Dabei darf man ruhig bezweifeln, dass alle Lücken gemeldet und behoben werden.

Zeitweise wurden einige Modelle ja als so gefährlich eingestuft, dass der Zugang von der US-Regierung gesperrt wurde. Natürlich nur Nicht-US-Bürger; das sind ja alles potentielle Terroristen, während so ein US-Bürger niemals etwas Böses im Schilde führen würde.

Ganz „toll“ sind ja auch KI-Agenten. Das sind Chat-Bots, denen man die Möglichkeit gibt andere Ressourcen eines Systems nutzen. Also etwa Zugriff auf Dateien und Programme auf einen Computer. Man stellt dem Agenten eine Aufgabe und die soll er irgendwie mit den eingeräumten Rechten lösen. Wie er das schafft und ob das Ergebnis das Gewünschte ist, ist wie immer bei KI-Einsatz fraglich.

Wenn es selbst die größten Anbieter OpenAI und Anthropic nicht schaffen, ihre eigenen Modelle in Testumgebungen unter definierten Bedingungen unter Kontrolle halten und andere Unternehmen schädigen, dann sollte man davon wirklich absehen, einem Chat-Bot mehr Kontrolle über Systeme zu geben. Ich finde, KI-Agenten sind Schadsoftware, die man selbst installiert. Damit sind sämtliche IT-Sicherheitsregeln und -maßnahmen hinfällig

Aber alle schreien „Hurra“ und loben die neue Technik und dann werden noch mal ein paar hundert Milliarden in KI-Markt hineingepumpt. Man will ja dabei sein und nicht zu spät kommen. Das Ganze ist so absurd. Die Erwartungen sind so dermaßen hoch, dass eigentlich Jedem klar sein sollte, dass das Ganze nicht funktionieren kann. Die einzigen, die Reibach machen sind Nvidia. Die verkaufen ihr Chips zu Mondpreisen. Allerdings stecken sie einen Teil des Geldes dann auch wieder in die KI-Unternehmen, damit diese wieder Nvidia-Chips kaufen können. Hurra! Wir haben ein wirtschaftliches Perpetuum Mobile erfunden.

Es bliebt ja auch die Frage, womit am Ende Geld verdient werden soll. Es man bereits KI-Modelle, die man runter laden und auf eigener Hardware betreiben kann (z.B. mittels LM Studio). Das sollte auch immer die bevorzugte Lösung sein, denn so bleiben die eigenen Daten privat. Alles was man den KI-Firmen irgendwie als Input hinwirft kann und wird weitergenutzt.

Ich persönlich hoffe, dass die KI-Blase demnächst platzt und alle Investoren mal zurück in die Realität geholt werden. Dass die RAM-Preise für Endverbraucher sich dann zügig wieder normalisieren (sie haben sich in den letzten 12 Monaten vervierfacht) wird ja trotzdem bezweifelt. Die Hersteller haben ihre Produktion schon die nächsten 12 Monate oder mehr praktisch nur auf Speicher ausgelegt, der in KI-Rechenzentren genutzt werden kann.

Und dann muss man sich mal überlegen, wer eigentlich hinter dem KI-Hype steht. Wer will davon profitieren? Es vor allem die üblichen Tech-Bros und Milliardäre. Und wenn die etwas so sehr wollen, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass es nicht gut für die Menschheit sein wird.

Fassen wir also zusammen:

  • Massenhaft Energie und Ressourcen werden in KI-Rechenzentren gesteckt.
  • Es wird wahnsinnig viel Geld in KI-Unternehmen gepumpt, was woanders (z.B. Energiewende) sinnvoller investiert wäre.
  • Die Menschheit wird verdummen.
  • Desinformation wird überwiegen.
  • Die Machtposition der Tech-Elite verstärkt sich.
  • Unsere IT-Infrastruktur wird durch KI-Bots („Agenten“) zerstört.

Ich hoffe, dass KI-Blase möglichst bald platzt.

Unkontrollierte Fußballgewalt

Ich interessiere mich nicht für Fußball, meine Kinder aber schon. Deswegen war ich am Wochenende mal wieder im Fußballstadion. Erste Runde DFB-Pokal, Phoenix Lübeck gegen SC Paderborn.

Was ich da vor dem Anpfiff am Spielfeldrand gesehen habe, hat mich mehr als erstaunt.

Da klettern einige Paderborn-Fans vermummt auf den Absperrzaun, mit Fackeln in der Hand und die Ordner ignorieren das völlig.

Was dann kam war klar. Die Mannschaften liefen auf Feld und die Paderborner zündeten ihr Feuerwerk. Dichte Rauchschwaden zogen über das Spielfeld. Die Sicht war extrem eingeschränkt. Man sah kaum noch die Spieler und die Einlaufkinder.

Nach dem Spektakel kam dann noch eine Ansage, man möchte doch das Abbrennen von Pyrotechnik unterlassen, da sei gefährlich und zieht Strafen für den Verein nach sich. Also mehr „Du du du!“ geht nicht. Natürlich musste der Platz dann noch von den Plastikkappen der Fackeln, Raketen und Konfettikanonen befreit werden. Irgendwer wird dann nach dem Spiel das Plastikkonfetti zusammenfegen, das auf der Tribüne liegt. Um den Rest kümmert sich der Wind und bläst es in die Natur.

Das Ganze kann man natürlich nicht mit den Ausschreitungen in Mannheim vergleichen. Aber wenn man etwas toleriert, was eigentlich verboten ist, muss man sich nicht wundern, wenn die Grenzen immer weiter verschoben werden.

Das Phoenix-Spiel fand ja im Stadion des VfB Lübeck statt. Dieser Verein bei mehrere rivalisierende „Fan“-Gruppen; unter denen es auch schon gewalttätige Auseinandersetzungen gab. Diese Gruppen werden jetzt im Stadion von einander getrennt.

Ich weiß nicht, ich dachte es ginge im Stadion sich ein Fußballspiel anzusehen und seine Mannschaft anzufeuern. Man darf auch gerne Krach machen und seine Fangesänge trällern. Aber alles andere, was nicht erlaubt ist, hat auch nichts mit Fankultur zu tun. Und gerade in Hinblick auf Kinder ist es wichtig, zu sagen, dass Gewalt, Rassismus, Gefährdungen Anderer im Sport nicht zu suchen haben.

Maxi-Versionen

Musikalisch bin ich ja so in den 80ern aufgewachsen. Ich lieeebe Maxi-Versionen.
Wenn ich heute aktuelle Pop-Musik höre, wo die Songs wirklich nur noch im Ausnahmefall 3:00 Minuten lang sind (2:30 ist keine Seltenheit), dann denke ich mir oft, dass ich das auch nicht länger hören möchte. Die Lieder sind in sich so langweilig und wenig abwechslungsreich. Meistens ist die Quintessenz eines Songs nur eine Besonderheit im Gesang oder in der Instrumentierung. Dann wird halt das immer wieder wiederholt und das Lied schnell beendet, bevor das Ganze zu sehr nervt.

Ich habe jetzt gerade wieder eine Reihe 80er-Maxis angehört. Teilwiese 7:00 Minuten Stücke und länger. Von Songs die ich schon hunderte Male gehört habe. Aber diese 7 Minuten werden nicht langweilig. Die verschiedenen Elemente des Liedes werden immer wieder neu zusammengestellt und mit neuen Elementen ergänzt.

Wie eine Maxi-Version (englisch 12″ oder 12 inch) funktioniert wird auf spaßige Art in einer 10-Minuten-Version von „Rage Hard“ von Frankie Goes to Hollywood erklärt. Wobei hier eigentlich nur das Intro auf 7:20 Minuten ausgedehnt wird. Der Rest ist die normale Version des Liedes.

Hinweis: beim Anklicken des Videos oder des Links wird eine Verbindung zu Youtube aufgebautt

Frankie Goes to Hollywood – Rage Hard (Young Person’s Guide Into The 12 Inch Mix)(direkter Link zu Youtube)

Und wenn man sich selbst eine Maxi-Single oder Maxi-CD gekauft hatte, dann gab es nicht nur eine Version, sondern gleich mehrere. Ich glaube mein Rekord liegt bei 8 Versionen. Da waren nicht alle gut. Aber die Vielfalt war schon beeindruckend. Von „Häh? Das ist doch die normale Single-Version“ bis „Häh? Was hat das mit dem Lied zu tun“. Standard war Maxi-Version, Single-Version und Instrumental. Manchmal gab es sogar noch Remix-Maxis, auf denen noch weitere Mixe waren. Dafür dann ohne die Normal-Mixe.

Ich weiß nicht ob es heute noch so viele Mixe gibt. Mit Mix bringe heutzutage einfach nur eine neue Version eines Klassikers von Felix Jaehn, Robin Schulz oder so in Verbindung. Einfach etwas mehr „Bumm Tsching“ und schon hat man einen Hit, wie damals bei Jive Bunny.

Targobank kann es nicht

Ich hatte seit Ewigkeiten eine Kreditkarte ohne Grundgebühr. Anfangs noch über die Karstadt-Quelle-Bank, am Ende ist sie bei der Targobank gelandet.

Nun hat die Targobank das Zugangsverfahren geändert, entweder App oder TAN-Generator, für Zahlungen, aber auch für den Login. Nur ist die App schlecht programmiert und läuft nicht auf einem Google-freien Handy. Für 2-3 Buchungen im Jahr kaufe ich mir auch keinen TAN-Generator. Also bei der Targobank gekündigt und geschrieben, sie sollen mir auch die letzten Auszüge schicken, da ich ja nicht mal mehr an meine Postbox komme.

Jetzt bekomme ich eine E-Mail mit dem Hinweis, dass neue Dokumente in der Postbox liegen. Das ist wohl die Kündigungsbestätigung.

Wer solchen Kundenservice hat, braucht keine KI.

Die heilige Kuh: Benzinpreis

Es kann alles teurer werden ob nun Lebensmittel, Mieten oder der ÖPNV. Aber wenn die Benzinpreise steigen, dann wird nationaler Notstand ausgerufen. Medien berichten im Stundentakt, wie sich die Preise entwickeln, Menschen lassen sich vor Tankstellenpreistafeln fotografieren und Politiker und Lobbyisten fordern staatliche Eingriffe.

Ansonsten heißt es immer, dass der Markt schon regelt oder es halt so teuer sei, aber beim Sprit für Verbrennerautos da muss der Staat was unternehmen. Die Lage ist den Augen Einiger so ernst, dass die strategischen Ölreserven freigegeben werden. Was passiert eigentlich, wenn es in Deutschland wirklich zu einer Katastrophe kommt?

Lügen-KI

Ab und zu nutze ich mal KI-Chatbots; immer mit dem Hintergundwissen, dass KIs halluzinieren und einen Bias haben. Ab und zu teste ich mal die Fähigkeiten der einzelnen Modelle. Meinen ersten Test hatt ich ja hier schon mal dokumentiert. Nun dachte ich dass es sich lohnen würde, meinen letzten Test mal zu veröffentlichen.

Kurz zur Einordnung: Ich nutze nicht die allerneuesten kostenpflichtigen KI-Modelle. Ich habe Zugriff auf die kostenlose Version von ChatGPT, sowie die Modelle, die bei duck.ai angeboten werden. Darunter sind ja auch einige Modelle, die ja „Quellen“ zu ihren Aussagen angeben.

Ich habe neulich die Aufzeichnung von Live Aid aus dem Jahre 1985 bei Youtube angesehen. Jedem der sich für Musik aus den 80ern interessiert und das noch nicht kennt, sei das dringend ans Herz gelegt. Es ist erstaunlich, wieviele Superstars dort aufgetreten sind.

Das brachte mich zu der Überlegung, welche Künstler bei DEN beiden musikalischen Mega-Events Live Aid und Woodstock-Festival aufgetreten sind. Es gibt nämlich welche.

Und das war meine Testaufgabe für die KI-Chatbots. „Welche Künstler sind sowohl beim Woodstock-Festival als auch bei Live Aid aufgetreten“

Und es war sehr ernüchternd. Kein einziges Modell lieferte eine korrekte Antwort, auch nicht bei konkreten Nachbohren. Mal wurde behauptet, es gäbe keine entsprechenden Künstler oder es wurden falsche genannt. Und die Modelle die „Quellenangaben“ lieferten, haben etwas völlig anderes geschrieben, als was wirklich in den „Quellen“ stand. Meist wurde auf die Wikipedia verlinkt. Ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber wenn man es dann nicht schafft die beiden Listen auch direkt zu vergleichen, dann dauert es wohl noch ein wenig, bis die KI uns geistig überholt.

Tipp: Funfacts

Es gibt es ein neues informatives und lustiges Fomat in diesem „Internet“. Es heißt Funfacts und beschäftigt sich mit tagesaktuellen Themen. Sie nennen sich zwar Nachrichtenformat, ich ordne es aber eher als Satire ein. Das soll keine Ab- sondern eher eine Aufwertung sein. Ich finde, dass ganz oft nur noch Satiriker die richtigen Ein- und Ansichten. Dieter Nuhr, Mario Barth und Co. natürlich ausgeschlossen.

Also schaut mal rein: Hier geht es zu den Videos von Funfacts.

Man kann Funfacts auch unterstützen, indem man Teil der „Bande“ wird oder einfach zu den Aufzeichnungen kommt. Infos unter https://www.funfacts.de/

Alte Männer und die Wehrpflicht

Und mal wieder ein Generationenkonflikt: Vor zwei Wochen fanden in Deutschland Demos von überwiegend Schülern statt („Schulstreik“), bei denen gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriert wurde.

Man kann bei dem Thema durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Weltpolitisch sind wir ja nicht mehr in den 90ern, in denen eine militärische Bedrohung für Deutschland praktisch nicht existierte.

Wenn ich mir allerdings die Kommentare im Internet ansehe, z.B. bei hl-live.de, dann würde ich schon aus Trotz gegen den Wehrdienst sein. Da wird von älteren Männern wieder auf den Jüngeren rumgehackt: alle faul, undankbar und Putin-freundlich. Selbstverständlich behaupten die Schreiber alle, dass sie selbst beim Bund waren und zwar noch „richtig lang“ (natürlich nicht so lang wie die Zivildienstleistenden, aber egal). Ob das nun stimmt, bezweifle ich mal stark, wenn ich gesehen habe, wer damals alles ausgemustert wurde oder die Dienstzeit nicht beendet hat. Stichwort „KZH bis DZE“ („Krank zu Hause, bis Dienstzeitende).

Außerdem sehen viele Kommentatoren die Bundeswehr auch als Erziehungsanstalt. – Ansichten aus dem Kaiserreich.

Warum sollten also junge Menschen ihr Leben riskieren, für ein Land in dem hauptsächlich nur noch alte Säcke leben, die einen auch noch beleidigen?

Ich hatte ja schon mal die Idee, nicht junge Menschen, sondern die Alten zur Bundeswehr zu schicken. Die sind doch alle so toll und haben so super viel Erfahrung. Könnte man doch bei der Bundeswehr sicherlich gut gebrauchen. Und wenn es dann tatsächlich mal zu einem Krieg kommt, sterben nicht die jungen Leute, die ihr Leben noch vor sich haben und Familien gründen wollen, sondern nur ein paar Rentenbezieher.